Rehkitzrettung nimmt Fahrt auf

Fast 4 Wochen Rehkitzrettung liegen nun hinter uns. Ging die erste Woche nur schleppend voran, waren die letzten 3 Wochen wirklich schweißtreibend. Fast jeden Morgen war mindestens 1 Team im Landkreis unterwegs - meist sogar 2-3 Teams. Auch einen Abstecher nach Sachsen-Anhalt haben wir gemacht. Mit 3 Drohnenpiloten und knapp 10 Helfern waren wir im beschaulichen Ort Mulmke. Hier sollten knapp 50 Hektar abgeflogen werden. Die Landwirte hatten hier bereits am Tag vor der Mahd Luftballons und Scheuchen in die Wiesen gesteckt. Doch hier zeigt sich einmal mehr, das dies nicht immer effektiv ist. 5 Kitze konnten wir den Morgen vor dem Mähtod bewahren.

 

Natürlich haben wir auch im Landkreis wieder vielen Kitzen das Leben gerettet. In enger Zusammenarbeit mit der Jägerschaft und den Landwirten können wir schon jetzt auf eine super Bilanz zurück blicken.

 

Leider müssen wir dieses Jahr aber auch 2 Totalschäden von Drohnen und einer Wärmebildkamera verkraften. Auf knapp 12.000€ beläuft sich der Schaden. Eine Summe die schon sehr schmerzt. Noch mehr schmerzte aber, das der Ausfall genau in der Hochsaison war und wir so nur bedingt einsatzfähig gewesen sind. Doch hier zeigt sich alle mal, was für ein klasse Team hinter der Rehkitzrettung Goslar steckt. Auch das konnten wir gemeinsam meistern.

 

Neben der ganzen Rettung der Kitze hatten wir morgens auch öfters Besuch aus der Politik oder den Medien. Neben Dr. Oliver Junk, den Oberbürgermeister aus Goslar, konnten wir auch den Landrat Herrn Thomas Brych aus dem Bett schmeißen.

 

Den größten Medienrummel hatte aber ein Journalist der dpa verursacht. Neben einem Kurzfilm, der über unsere Arbeit gedreht worde, worden in ganz Deutschland in den Tageszeitungen, wie Süddeutsche Zeitung oder der Frankfurter Allgemeinen Artikel über unsere Arbeit veröffentlich. Da stand natürlich das Telefon bei keinem mehr still. Doch auch das sehen wir als Chance, das wir die Rehkitzrettung noch weiter voran bringen können. Gemeinsam wollen wir re(h)agieren und dem ein oder anderen Rehkitz noch ein langes und schönes Leben ermöglichen.

 

Wer jetzt denkt, das wir uns ab sofort auf die faule Haut legen, der täuscht! Derzeit sind wir in der Planung weitere Drohnenpiloten auszubilden. Hier haben wir auch schon die ersten Interessenten. Ebenfalls sind wir derzeit dabei, eine Crowdfunding-Kampagne zu erarbeiten, da wir dringend neue Ausrüstung benötigen und diese nicht mehr alleine finanzieren können. Natürlich werden wir weiter von unserer Arbeit berichten.